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Tüftel-Workshop Raketenmobil

Nach zwei erfolgreichen Durchführungen an zwei Samstagen im November 2018 im EWK Kompetenzzentrum Pfäffikon SZ, Marcel Hunziker hat darüber anlässlich des Spengler-Fyrabig-Treffs 2018 berichtet, sind in den Frühjahrs-Schulferien 2019 vier Durchführungen an der STFW ausgeschrieben und unter reger Beteiligung von 10- bis 13-Jährigen auch durchgeführt worden.

Gruppenarbeit ist angesagt

In vielen Gemeinden gibt es Angebote unter dem Titel Ferienplausch, die SchülerInnen gegen ein bescheidenes Entgelt nutzen, meist musische Angebote, aber auch solche, die im weitesten Sinne unter Werken angesiedelt sind. Und zusammen mit diesen Angeboten haben einige Gemeinden auch diese Tüftelworkshops angeboten oder mindestens auf sie verwiesen. Es gibt mittlerweilen auch Tüftelworkshop-Touristen, die Angebote im Aargau oder wo auch immer wahrnehmen. Diese finden von Zeit zu Zeit neue Ausschreibungen im Internet unter tuefteln.ch

Für die vier Ausschreibungen in Winterthur haben sich rund 60 Jugendliche angemeldet. In einem 2-tägigen Workshop haben sie an der STFW unter der Leitung von Fredy Hess und Marco Uberto plus jeweils vier unterstützenden Gruppenleitern, Lernenden des zweiten Lehrjahres der Sanitärinstallateure oder Spengler, ihre Raketenmobile designed und mit einem standardisierten Antrieb aus einer Geberitrohr-Verbindung ausgerüstet, dies am ersten Tag, während der zweite Tag dann dem Tüfteln am Antrieb gewidmet war. Es galt, eine valable Menge Wasser herauszutüfteln, die der durch eine Velopumpe zugeführten Luft den nötigen «Rückhalt» gegeben hat – was dann in einem Schlusswettkampf auf der Rennstrecke zu beweisen war. Allerdings haben die Wettkampf-Gruppen nicht mit einer simplen Höchstleistung brillieren müssen, sondern aus der Erfahrung ihrer Tüftelei eine Distanz-Ansage als Gesamtgruppenleistung unter Beweis stellen müssen. Gewonnen hat letztlich die Gruppe, die zur angesagten Distanz die kleinste Abweichung herausgefahren hat – ähnlich dem Differenzler beim Jassen.

Ein Raketenmobil am Start

In Anbetracht des standardisierten Antriebes eine faire Herausforderung der jugendlichen Teilnehmer.

Am letzten Tag der 4 mal 2-Tages-Workshops ist dann ausser Konkurrenz noch ein Super-Raketenauto auf die Piste geschickt worden, das die gefahrene Distanz nur gerade noch durch die für die Siegerehrung vorbereiteten Palett-Stapel gebremst sah.

fast schon ein Weitenrekord

fast wie im «echten Leben»...

Den jungen TüftlerInnen hat das Programm sichtlich Spass gemacht und einer der «Touristen» hat hervorgehoben, dass an dieser Veranstaltung der Spassfaktor höher gelegen habe als an anderen Tüftler-Anlässen, an denen er teilgenommen habe (Töggelikasten, Chügelibahn), weil sie einerseits genug Zeit gehabt hätten für die vorgesehenen Arbeitsschritte und diese auch unter kundiger Führung von jungen Fachleuten haben ausführen können, von denen sie in der Gruppe kumpelhafte Anleitung erfahren haben.

Auch der junge Teilnehmer, der beim Eintreffen am ersten Tag die wichtigste Frage des Tages hat stellen müssen: «Was gibt's zum Mittagessen?», hat sich am zweiten Tag intensiv mit der Leistung seiner Raketenautos auseinandergesetzt.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Eine oder die Andere wenn's dereinst um die Wahl der Berufsrichtung geht nicht nur ans Mittagessen erinnert, sondern auch an den Geberit-Rohr-basierten Antrieb...

für die suissetec-nordostschweiz, Marcel Künzi im Mai 2019