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Herbst-Branchentreffen 2018

Für Dienstag 6. November 2018 hat der Regionalverband seine Mitglieder ins swissôtel, Zürich-Oerlikon eingeladen. Unter dem Titel «Partner sind wertvoller als blosse Leistungserbringer» hat ein spannendes Thema vielseitige Facetten aufgeworfen.

Peter Baumann, Präsident der suissetec-nordostschweiz hat in seiner Begrüssung zur Einleitung seine eigenen Gedanken zum Thema dargelegt. Sie kreisen um das Zusammenspiel zwischen Planer und Ausführendem, was sich oft wie ein Katz- und Mausspiel präsentiert, man fragt sich, ob da der Partner im Vordergrund steht oder das Feindbild. Im Interesse eines gelungenen Bauprojektes und damit im Sinne eines Profitierens aller wäre ein Umdenken mehr als sinnvoll... Er hat das mit einem Satz zusammengefasst, der den Nagel auf den Kopf trifft: «Lasst uns vermehrt wieder miteinander sprechen, statt übereinander reden!». Damit hat er Daniel Rhyner das Wort übergeben.

Daniel Rhyner ist Bereichsleiter Bau-/Projektmanagement und Vermarktung bei der VERIT Immobilien AG, Zürich. Das Thema Zusammenarbeit auf dem Bau (mal ganz profan ausgedrückt) beschäftigt ihn von berufeswegen. Da ist das Zusammenspiel Planer–ausführender Gebäudetechniker ein «bescheidener Teilbereich». Sein Referat hat mit der Auflistung der Akteure in einem Bauprojekt begonnen: Unternehmer, Fachbauleiter, Controller TGA, Planer/Ingenieure, Bauherr. Im Rahmen dieser Berichterstattung auf alle Details einzugehen, die er erwähnt oder angetönt hat, ist schwierig. Sein Credo aber ist, dass alle miteinander das gestellte Problem «Bau» lösen, gemeinsam. Ein letztlich zufriedener Bauherr hinterlässt eine zufriedene Schar am Projekt Beteiligter. Und was der Bauherr erwartet, ist bei Übergabe ein Bauprojekt zu übernehmen, das aktuell und zeitgemäss ist und nicht bereits gezeichnet ist durch Technologien, die vor Jahren aktuell war. Dass dies möglich ist, dazu müssen alle ab der Ausschreibung in einen unablässigen Dailog eintreten, der durch Flexibilität, gegenseitiges Vertrauen und Offenheit geprägt ist. Nur so können Planungsfehler aufgedeckt und damit vermieden werden.

Die Anwesenden sind aufgefordert worden, das Gehörte in einer kurzen Diskussion an den Tischen unter sich zu evaluieren, die Hypothesen dazu: 1. Ohne Planer – schneller und günstiger? 2. Bauherren sollen sich vom Geschehen fernhalten. 3. Planer und Unternehmer = funktionierende Zusammenarbeit. 4. Vertuschen von Fehlern in Planung und Ausführung sind ein Erfolgsrezept. Peter Baumann hat die Ergebnisse kurz zusammengefasst. In kleineren Projekten geht das auch ohne Planer, in grösseren wohl eher nicht, da sind u.U. Behörden involviert, braucht es Bewilligungen, Statiker… Zu 2.  Der Bauherr muss sich einbringen, damit seine Zielsetzungen durch uns realisiert werden. Man kann den Bauherrn auch coachen. Für die Fachkompetenz ist auch die Zwischenschaltung eines Bauherrn-Vertreters ein guter Ansatz. In Würdigung der Tragweite ist der Bauherr zu frühzeitigen Entscheidungen zu führen, die Konsistenz/Nachhaltigkeit ist dabei zu wahren und die Entscheide sind kritisch zu hinterfragen. 3. In gewissen Konstellationen funktioniert das.

Eine Bemerkung zu 3 ist noch von den Spenglern eingegangen: Sie hinken immer hinterher, haben keinen Planer. Speziell Flachdächr sind da problematisch, die werden dann oft nachträglich «aufgerüstet» durch Klimageräte u.a.m.

Marcel Müller, Sekretär der suissetech-nodostschweiz hat sich noch zu verbands­internen Themen geäussert, hat das Give-away der Berufsmesse vorgestellt, eine Handybox. Eine Unternehmer-Variante kann bestellt warden. Der Verbands­botschafter Marco Uberto ist vorgestellt worden, Projekte wie die Lehrlings­selektionskurse, Tüftelworkshops sind thematisiert worden. Die Nachfrage nach künftigen Themen für Branchentreffen hat so spontan wenig Erfolg gezeigt, vielleicht müsste man dazu einen Blog einrichten…? Peter Baumann hat in seinem Schlusswort nochmals zusammengefasst: «Wenn wir etwas bewegen wollen, so müssen wir uns selber bewegen!» … im Sinne einer partnerschaftlichen Allianz. Beim anschliessenden Apéro ist jedenfalls intensiv diskutiert worden.

Für Interessierte steht hier die Präsentation von Daniel Rhyner zum Download zur Verfügung. [pdf, 3.8 MB]

für die suissetec-nordostschweiz Marcel Künzi, 14. November 2018