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Frühjahrs-Branchentreff 2018

Netzwerke wie Xing & Co. für die Akquise und Kundenpflege im KMU

Der Regionalverband hat die Mitglieder zu diesem Treffen ins Rössli in Illnau für Dienstag, 29. Mai eingeladen. Zu diesem, aus den eigenen Reihen gewählten, Thema ist wiederum eine erfreulich grosse Anzahl Teilnehmer erschienen, wie Peter Baumann, Präsident der suissetec-nordostschweiz in seiner Begrüssung festgehalten hat.

Es hat auch ihn bereits in dieser frühen Phase des Branchentreffs wundergenommen, wie viele der KollegInnen denn die Social Medias nutzen...? Etwa die Hälfte hat dies mit erhobener Hand bezeugt. Digitalisierung ist ja derzeit ein Dauerbrenner unter den Gesprächsthemen und Peter Baumann stellt fest, dass man in der Praxis diesem Thema eher nachlebt, als mit der Nutzung von Social Medias in den Firmen, so erwähnt er ein Projekt der Firma Pfiffner AG, in der er tätig ist, wonach eine vorgefertigte Wand als Ganzes in ein Bauprojekt eingesetzt worden ist. Für die Erläuterungen zum Thema des Abends übergibt er Gabriela Meissner das Wort.

Sie hat von ihrer Tätigkeit als Journalistin bei der Tagespresse zur «Zürcher Wirtschaft» gewechselt. Nach einer Weiterbildung in Business Communications hat sie sich auf das Thema der Social Medias spezialisiert und leitet unter dieser Flagge das Ressort Kommunikation beim KGV (KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich). Die Eingangs von Peter Baumann gestellte Frage wiederholt sie etwas spezifischer und erfährt, dass etwa die Hälfte der Anwesenden Social Media privat nutzt, schon deutlich weniger als die Hälfte nutzt’s auch geschäftlich und nur gerade 1 Anwesender hebt die Hand, wenn’s um den Einsatz der SM in der Werbung geht. Interessanterweise sind aber rund 100% im Besitz eines Smartphones und Social Media ist heute beinahe ausschliesslich auf dieses Medium ausgerichtet. Facebook beherrscht die Szene in der Schweiz, Whatsapp folgt gleich dahinter, die Jungen nutzen aktuell aber eher Snapchat und Instagram – Instagram bildet die «schöne Welt» ab, Twitter hat sich in der Schweiz nicht so stark etabliert. Beeindruckend, was in einer Minute auf diesen Medien weltweit so alles läuft – 16 Mio. Textnachrichten werden verschickt, 4,1 Mio. Youtube-Videos aufgerufen, 70'000 Netflix-Stunden werden konsumiert und es werden rund $750’000 online umgesetzt – in 60 Sekunden und das sind nur gerade vier Kriterien – ketzerische Frage: wer arbeitet da noch?

Mit ZIPP erschliesst man sich das Angebot und den Markt: Von Z wie Zielgruppe, über I wie Inhalt, P wie Plattform und  nochmals P wie Personal spannt man den Bogen. Ob man Jüngere oder Ältere ansprechen will? Es muss etwas laufen auf diesen Medien, es braucht also Inhalte. Und wenn man mal weiss über welche Plattformen man diese verbreiten will, so braucht es Manpower, um die gesetzten Ziele zu erreichen, es beginnen also auch die Kosten zu laufen. Und wenn die SM kommerziell genutzt werden, dann kosten auch sie etwas: Linkedin, XING. Man kann da auch mit Microtargeting den Erfolg lenken und quantifizieren. Aber eines ist wichtig: SM ist Chefsache, es muss vorgelebt werden und man muss aktiv dahinter sein.

Unter Best Practice hat Gabriela Meissner das Beispiel Bürge Haustechnik, Dielsdorf präsentiert, die nicht nur auf Facebook aktiv sind. SM ist aber auch ein Link-Thema. Von der Website auf die SM und umgekehrt. Und dann gibt es vielleicht auch mal rechtliche Fragen...? die man direkt mit den Betroffenen regeln sollte. Oder negative Posts, die man im Idealfall wieder zu positiven Meldungen aufarbeitet. Wer sich da hineinbegibt, dem wird es nicht langweilig, er wird aber im schlechtesten Fall wohl davon profitieren. Die Jungen über Linkedin anzusprechen, bringt vielleicht kurzfristig keine Aufträge aber arbeitet am Image und bringt unter Umständen Erfolg in der Lehrstellenbesetzung.

Peter Baumann hat der Referentin für Ihre fundierten Ausführungen gedankt und diesen Dank in Form eines Blumenstrausses materialisiert.

Roger Neukomm, Vorstandsmitglied des Regionalverbandes hat über den Stand der Image-Aktion WIR, DIE GEBÄUDETECHNIKER informiert: Die Verbreitung in den Betrieben nimmt zu und wird weiter gepflegt. Die Ziele für 2018 liegen insbesondere auf der Beeinflusser-Ebene und in diesem Zusammenhang wird wohl in diesen Tagen ein Gespräch mit dem künftigen Verbandsbotschafter stattfinden, der dann in der 2. Hälfte 2018 seine Tätigkeit aufnehmen wird. Die Kinowerbung läuft und ein Mailing an die Eltern von SchülerInnen im Berufswahl-Alter ist in Vorbereitung.

Marcel Müller, Sekretär des Regionalverbandes hat sich mit allgemeinen Informationen an die Anwesenden gewendet, mit den Vorgaben für die Delegiertenversammlung, unter anderem mit den Änderungen am GAV , der 1.1.2019 in Kraft treten soll. Insbesondere diese paar wenigen Punkte haben etwas Kritik unter den Anwesenden ausgelöst, die ihre Meinung eher untervertreten glauben und die die Auswirkungen der Änderungsanträge als ziemlich einseitig gewerkschaftsfreundlich empfinden. Das wird wohl noch diskutiert werden müssen.

für die suissetec-nordostschweiz Marcel Künzi, 31. Mai 2018

 

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Gabriela Meissner, Referentin an diesem Branchentreff, Ressortleiterin Kommunikation des KGV, KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich, sowie Chefredaktorin der «Zürcher Wirtschaft» dürfen wir hier ihre Präsentation [pdf, 4.6 MB] zur freien Einsicht durch die Mitglieder der suissetec-nordostschweiz hinterlegen.

Roger Neukomms Präsentation zu den Aktivitäten rund um die Imagekampagne «WIR, DIE GEBÄUDETECHNIKER» ist hier einsehbar. [pdf, 874 KB]

Und Marcel Müllers Ausführungen, bzw. seine Präsentation ist hier aufrufbar. [pdf, 3.3 MB]