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AWEL-Weiterbildung Heizung und Energie

In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband suissetec-nordostschweiz hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich auf Dienstag, 22. Januar 2019 nach Illnau-Effretikon ins Restaurant Rössli eingeladen. Auf der Bühne erwarteten 11 ReferentInnen die über 250 angemeldeten TeilnehmerInnen...

Peter Baumann hat die für alle Beteiligten überraschend grosse Besucherschar begrüsst und würde Christoph Gmür und sein Team vom AWEL gerne für die Anlässe des Regionalverbandes, dessen Präsident er ist aufbieten, um auch bei ihren Anlässen grössere Säle füllen zu können. An dieser Stelle hat Peter Baumann noch auf die abendliche Kassensturz-Sendung verwiesen, die sich ebenfalls mit den hier thematisierten Heizsystemen beschäftigt. Christoph Gmür hat für das AWEL zum Anlass begrüsst und in einer Inhaltsübersicht dargestellt, worum es an dieser Weiterbildung geht. Das zentrale Thema Heizung – Ersatz- oder Neuinstallation – deckt  Themen über das Spektrum von Ist-Zustands-Erhebung, Gesetzgebung bis hin zu Erfüllung künftiger Energievorgaben ab. An den Sitzplätzen im Saal ist ein Handout der Präsentationen aller Referate bereitgelegt worden und eine Umfrage zur aktuellen Tagung, sowie zur Erhebung künftiger Themen, mit der man auch die gewünschte Darstellungstiefe erfahren möchte.

Alice Hefti hat als erste Referentin unter dem Titel Vollzugsuntersuchung Heizkesselersatz eine Untersuchung erläutert, an der sie beteiligt war, die über 51 Objekte an verschiedenen Orten im Kanton Zürich für Bewilligungen im Jahr 2017 durchgeführt worden ist. In Ein- und Mehrfamilienhäusern, in der Verwaltung und im Mischbau ist der Ersatz von Heizkesseln untersucht worden, von leistungsmässig sehr unterschiedlichen Systemen, offenbar meist fossil zu fossil (häufig Öl durch Gas ersetzt), wenige mit einem Wechsel zu einer Wärmepumpe. Beim Ersatz sind Alternativen nur selten geprüft worden, es ist auch häufig nur 1 einzige Offerte eingeholt worden, viele Anlagen sind altershalber ersetzt worden (allerdings wenige als Notersatz). Vor Ort hat sich gezeigt, dass bei der Dämmung an Leitungen und Pumpen oft noch Handlungsbedarf besteht.

Nach dieser eher etwas ernüchternden Ist-Zustands-Erhebung (vgl. auch Kassensturz-Sendung Dienstag, 22. Januar 2019) haben die folgenden Referenten den Bogen der Möglichkeiten aufgespannt. Die Präsentationen aller ReferentInnen sind auf der Website der suissetec-nordostschweiz einsehbar. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Referenten und ihre Referate. Silas Gerber vom AWEL hat mit Tipps und Tricks bei Gesuch / Installationsattest für wärmetechnische Anlagen begonnen, dabei ist er vertieft auf das WTA-Formular eingegangen. Martin Sigrist von der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich hat sich den Feuerpolizeilichen Anforderungen bei Aufstellung und Installation gewidmet, wobei es sich ebenfalls stark um dieses WTA-Formular gedreht hat, das den Gemeinden eingereicht wird, ausser in der Stadt Zürich, wo die Feuerpolizei der Empfänger ist. Andreas Petz vom AWEL hat einen Überblick zu den LRV-Änderungen gegeben. Martin Wehrle, Fachstelle Lärmschutz Kanton Zürich mit seinem Referat zu Luft/Wasser-Wärmepumpen – Hinweis zum Lärmschutz­nachweis, aufgefallen ist da insbesondere, dass es ungeklärte Fragen gibt, wenn es um Kontrollen und Vorgaben geht. David Füllemann vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich mit Über­dimensionierung – Situation und mögliche Massnahmen bei Heizungen hat aufgezeigt, dass die verbaute Leistung meist höher ist als der Bedarf danach, beim Heizenergiebedarf ist das noch markanter. Arthur Huber von der Huber Energietechnik AG, Zürich Untersuchung der Fussbodenheizung bei Neubauten hat aufgezeigt, dass ca. 50% der Anlagen mit zu hohen Vorlauftemperaturen arbeiten, was oft auf Luft in den Heizkreisen zurückzuführen ist. Toni Schädler von der as-energie GmbH hat über Arbeiten an elektrischen Anlagen referiert – Was dürfen Heizungsinstallateure elektrisch anschliessen? Robert Diana vom Zentral­-Verband suissetec hat diesen Dachverband vorgestellt, der mit 55% der Betriebe rund 80% der Mitarbeiter in der Schweiz vertritt. Handbücher und Merkblätter sind eine der Stärken im Angebot an seine Mitglieder. Christoph Gmür vom AWEL hat das Schlussreferat gehalten mit dem Thema Ausblick im Kanton Zürich. Er hofft auf eine gute Aufnahme des Weiterbildungsnachmittags und auf fordernde Inputs aus der Umfrage zu künftigen Themen.

Am anschliessenden Apéro wie auch schon während der Pause in der Hälfte des Programms haben sich die Teilnehmer rege ausgetauscht und die Gelegenheit sichtlich gerne zu Gesprächen mit bekannten und neuen Gesichtern genutzt. Das Rössli ist in der Sparte Apéro – und nicht nur darin – mehr als gut aufgestellt: gut und kreativ. Man darf gespannt sein, was das AWEL an künftigen Anlässen anbieten wird.

für die suissetec-nordostschweiz Marcel Künzi, 25. Januar 2019

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